Die sparte4 darf nicht schließen! - Kulturstandorte erhalten
Die Linke Saar fordert den Erhalt der Spielstätte „sparte4“ in der Eisenbahnstraße in Saarbrücken. Anlass ist die Ankündigung des Saarländisches Staatstheater, den Standort zur Spielzeit 2026/27 aufzugeben. Als Grund werden vor allem hohe Renovierungskosten für das Gebäude genannt.
Dazu erklärt Dennis Kundrus, stellvertretender Vorsitzender der Linken Saar: „Die sparte4 ist seit fast zwei Jahrzehnten ein einzigartiger Ort für experimentelles und junges Theater in unserer Stadt. Für viele Menschen ist sie ein wichtiger Kulturraum da hier niedrigschwellig, kreativ und offen Formate gestaltet werden. Dass dieser Ort nun aufgegeben werden soll, ist kulturpolitisch ein falsches Signal.“ Kundrus fordert, dass das Land Saarland zusätzliche Kosten übernimmt, um die Spielstätte zu erhalten.
„Wenn Renovierungen notwendig sind, muss das Land hier unterstützen. Kultur darf nicht daran scheitern, dass notwendige Investitionen nicht getragen werden. Gerade kleinere, innovative Spielstätten brauchen politische Rückendeckung.“ Zugleich betont die Linke, dass das Staatstheater nicht in Konkurrenz zur Freien Szene treten dürfe: „Die sparte4 erfüllt eine eigene wichtige Funktion. Sie ergänzt die Freie Szene, statt sie zu verdrängen. Wenn das Programm künftig auf andere Bühnen verlagert wird, besteht die Gefahr, dass genau diese Balance verloren geht.“
Auch der Ort selbst mache die Bühne und ihr Programm einzigartig, so Kundrus weiter: „Die Räume in der Eisenbahnstraße transportieren einen besonderen urbanen und industriekulturellen Charme, der Teil der künstlerischen Identität der sparte4 geworden ist. Diese Atmosphäre lässt sich nicht einfach an einem anderen Ort reproduzieren.“ Die Linke Saar fordert daher eine schnelle politische Lösung, um den Standort zu sichern und die sparte4 dauerhaft als experimentelle Bühne in Saarbrücken zu erhalten.
