Die Linke Saar fordert vor neuer Hitzewelle: 10-Punkte-Plan für besseren Hitzeschutz im Saarland
Angesichts der angekündigten neuen Hitzewelle fordert Die Linke Saar
ein konsequentes Umdenken beim Hitzeschutz. Der Landesvorstand hat
dafür einen 10-Punkte-Plan für besseren Hitzeschutz im Saarland
beschlossen. Im Mittelpunkt stehen konkrete Maßnahmen für kühlere
Städte, besseren Gesundheitsschutz und eine stärkere Unterstützung
der Kommunen.
„Die nächste Hitzewelle rollt bereits auf uns zu. Extreme Hitze ist
längst eine der größten Gesundheitsgefahren im Sommer – besonders
für ältere Menschen, Kinder, Schwangere, chronisch Kranke und
Menschen, die im Freien arbeiten. Das Robert Koch-Institut rechnet
allein für dieses Jahr mit rund 7.900 hitzebedingten Todesfällen in
Deutschland. 1 Trotzdem fehlt im Saarland bis heute eine umfassende
Strategie, um die Menschen wirksam vor den Folgen extremer Hitze zu
schützen“, erklärt Florian Spaniol, Landesvorsitzender der Linken.
„Ein paar zusätzliche Trinkwasserspender reichen nicht aus. Das
Saarland braucht endlich eine echte Hitzeschutzstrategie und einen
Zivilschutzplan nach französischem Vorbild.“2
David Amri, Landesvorstandsmitglied der Saar-Linken, ergänzt:
„Nirgends sonst bundesweit erhitzen sich Wohnungen so stark wie im
Saarland. Das hat die letzte Hitzewelle gezeigt. Bei einer
Datenauswertung lag in 73 Prozent der Innenräume im Saarland die
Temperatur über 30 Grad.3 Wer in dicht bebauten Vierteln ohne
Grünflächen lebt oder sich keine kühle Wohnung leisten kann, leidet
besonders unter der Hitze. Deshalb ist Hitzeschutz auch eine soziale
Frage.“
Der 10-Punkte-Plan sieht unter anderem mehr Bäume und Grünflächen,
zusätzliche Schattenplätze sowie öffentliche klimatisierte
Schutzräume, hitzeresiliente Schulen und Kitas, den Erhalt der
Freibäder und darüber hinaus ein Landesprogramm für klimafeste
Städte und Gemeinden vor. Gleichzeitig fordert die saarländische Linke
eine bessere finanzielle Ausstattung der Kommunen, damit notwendige
Maßnahmen auch umgesetzt werden können.
„Die Klimakrise ist im Saarland längst Realität. Wir müssen unsere
Städte und Gemeinden so gestalten, dass sie die Menschen auch bei 40
Grad wirksam schützen. Hitzeschutz gehört zur öffentlichen
Daseinsvorsorge“, so Spaniol und Amri abschließend.
