Zum Hauptinhalt springen

Der 8.Mai muss gesetzlicher Feiertag werden!

Der 8. Mai ist kein Tag der „Befreiung der Deutschen“, sondern der Tag der Befreiung vom deutschen Nationalsozialismus. Er markiert das Ende beispielloser Verbrechen, das Ende von Krieg, Vernichtung und faschistischer Herrschaft in Europa. Für uns als Linke ergeben sich daraus verschiedene Perspektiven auf diesen Tag:


Erstens ist der 8. Mai ein Tag des Gedenkens und der Demut. Wir erinnern an die Millionen Opfer des Nationalsozialismus, an Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Antifaschist:innen, Zwangsarbeiter:innen, Slaw:innen, queere Menschen und viele andere. Dieses Erinnern verpflichtet uns, die Geschichte nicht zu relativieren und jeder Form von Faschismus entschieden entgegenzutreten.


Zweitens als Tag des ausgelassenen Feierns. Denn die militärische Niederlage des NS-Regimes bedeutete die Befreiung Europas von Terror, Unterdrückung und Krieg. Dass Menschen wieder leben, lieben und hoffen konnten, ist ein Grund zur Freude. Und jede Party am 8. Mai ein deutliches antifaschistisches Zeichen gegen alle, die heute noch mit dem NS liebäugeln.


Drittens steht der 8. Mai für den Frieden und das Ende des Krieges. Er erinnert uns daran, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist, sondern erkämpft und verteidigt werden muss; politisch, gesellschaftlich und international.


Diese unterschiedlichen Perspektiven zeigen: Der 8. Mai verlangt eine plurale gesellschaftliche Auseinandersetzung. Gedenken, Feiern und politisches Nachdenken schließen sich nicht aus, aber wie sie zusammengehören, muss eine Zivilgesellschaft selbst bestimmen.
Gerade deshalb fordern wir: Der 8. Mai muss ein gesetzlicher Feiertag werden! Menschen brauchen Zeit und Raum, um sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen, zu erinnern, zu diskutieren und Konsequenzen für die Gegenwart zu ziehen. Das Saarland sollte hier vorangehen und als erstes Bundesland den 8. Mai dauerhaft zum gesetzlichen Feiertag machen. Als klares Zeichen für Erinnerungskultur, antifaschistisches Bewusstsein und eine friedliche Zukunft.

Zurück zum Kopf der Seite