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Am 18.März hat DIE LINKE.Beckingen zu einem Diskussionsabend mit Oskar Lafontaine in die Alte Wäscherei nach Beckingen eingeladen. Podiumsteilnehmer waren neben Oskar Lafontaine der 2. Bevollmächtigte der IGM Völklingen Guido Lesch, der Betriebsratsvorsitzende von Nedschroef Beckingen Gerfried Lauer, der stellvertretende Ortsvorsteher Elmar Seiwert, sowie Dagmar Ensch-Engel, MdL.

In den Vorträgen der Teilnehmer wurde die Situation der Beckinger Schraubenfabrik, die Entwicklung der letzten Jahre und der existenzbedrohende Umgang der US-Firma Whitesell mit dem Unternehmen dargestellt. Mit Spannung und sehr großem Interesse wurde die Rede von Oskar Lafontaine erwartet, der unverblümt auf die schon kriminellen, aber legalen, Machenschaften der sogenannten "Heuschrecken "einging. Lafontaine: "Es wurden Fehler gemacht; man hat nicht gelernt, dass ein Unternehmen aus den USA nicht nach Beckingen kommt um Arbeitsplätze zu schaffen! Whitesell ist nach Beckingen gekommen um Geld zu verdienen, viel Geld, die Arbeitnehmer waren ihm egal!"

Lafontaine verwies darauf, dass diese Erkenntnis aber erst in den Köpfen der Menschen ankommen müsse. Entscheidungen , die die Beckinger Fabrik betreffen, müsse man in Beckingen treffen und nicht in Indien, China oder den USA. Deshalb seien Belegschaftsbeteiligungen unumgänglich. Damit sprach er den Gästen im vollbesetzten Kulturhaus aus der Seele.

Im Anschluss hatten die Anwesenden Gelegenheit Fragen zu stellen und so entwickelten sich noch lebhafte Dialoge. Dagmar Ensch-Engel und Elmar Seiwert: "Es war ein gelungener Abend, der uns gezeigt hat wie sehr das Schicksal unserer Schraubenfabrik die Menschen immer noch beschäftigt." Am Ende der Veranstaltung erklärten sich alle mit den Mitarbeitern der Saarländischen Stahlindustrie solidarisch und unterzeichneten eine Resolution. DIE LIMKE.Beckingen ruft zu einer breiten Beteiligung am Stahlaktionstag am 11.4 in Dillingen auf.

Podiumsdiskussion in Beckingen