Zurück zur Startseite

Rote Karte für das Zersparen der Fakultät

Ein deutliches Zeichen setzten am 30. April 2015 die StudentInnen der Fakultät I der Universität des Saarlandes. Um Punkt 15 Uhr trafen sie sich vor dem Gebäude B4.1, umringten später die Rostsäule (Hinweis: Spitzname des Kunstwerks), um gegen die Zersparung der BWL zu protestieren und demonstrieren. Die Ausführungen des Universitätspräsidenten Prof. Dr. Volker Linneweber gingen im Pfeifkonzert mehr als einmal unter. Seine zu lasche Haltung und Vorgehensweise, sein gefühltes Verstehen der Notwendigkeit von Sparmaßnahmen sowie das Betonen der Notwendigkeit auf das Land zuzugehen, gemeinsam etwas zu gestalten, fand offenkundig nicht die Zustimmung der Betroffenen.

Wohin der Weg zurzeit führt, fasst Prof. Christian Scholz sehr gut zusammen: „Dazu passt, dass es heute deutlich weniger reine Personal-Lehrstühle an den Hochschulen gibt, als vor 20 Jahren. Auch mein Lehrstuhl wird laut aktueller Planung unseres Universitäts-Präsidenten nach meinem Ausscheiden nicht mehr neu besetzt. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass das Fach Personalmanagement an Universitäten zu einer Unterrubrik einer mechanistisch-digitalen Betriebswirtschaftslehre wird. Verhaltensorientierung, Psychologie, Kreativität und Motivation spielen keine Rolle mehr. Ebenso wenig wie alles, was mit strategischer Personalplanung verbunden ist.“

Es kann nicht sein, dass in einem Land, indem 4. Pavillons möglich sind, indem Fischzuchtanlagen gerade mal so zur Bespaßung aus dem Boden gestemmt werden, eine für die europäische Ausrichtung wichtigsten Fakultäten zerspart wird! Frau AKK, GROßES BEGINNT IM KLEINEN, so auch GROßE BILDUNGSKATASTROPHEN MIT KLEINEN, KURZSICHTIGEN ENTSCHEIDUNGEN. Stoppen Sie endlich die Zersparung der Universität und hören Sie endlich auf am Bildungssegment des Landes zu sparen.

(phelan)