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Info-Veranstaltung zum Thema Flüchtlinge in Riegelsverg

Zu einer Veranstaltung für Flüchtlingshilfe hat die Landtagsabgeordnete und Mitglied des Landesvorstandes Birgit Huonker in Riegelsberg eingeladen. Sie hatte damit gerechnet, dass 20-30 Personen kommen würden, aber mit dieser enormen Resonanz nicht: knapp 140 Einwohner aus Riegelsberg sind ihrer Einladung gefolgt, der Raum platzte aus allen Nähten, sie standen oder saßen auf dem blanken Fußboden – so groß war das Interesse, sogar Menschen aus Völklingen, Blieskastel oder Merzig waren überraschend unter den Zuhörern. Das Interesse am Thema Flüchtlinge ist enorm. Huonker sagte: „Ich bin erschlagen. Was wir hier heute erleben ist wunderbar. Das ist Riegelsberg live, ich bin stolz hier zu wohnen.“

Es war ihr jedoch wichtig darauf hinzuweisen, dass es eine Veranstaltung für Humanität sei, nicht die von einzelnen Parteien. Denn sie arbeitet in der Flüchtlingshilfe seit vielen Monaten mit einer Kollegin aus der CDU-Gemeinderatsfraktion zusammen. Mit Film und Fotos führte Huonker in die Thematik ein, erläuterte die administrativen Abläufe in Deutschland, Saarland und in ihrer Heimatkommune. Helge Gilcher vom DRK erklärte anhand von Fotos, wie sich die Lage im Lager Lebach verändert hat, „Sie haben einen schrecklichen Weg hinter sich. Wenn sie in Lebach ankommen, sind sie gezeichnet.“ Und Vertreter der Gemeindeverwaltung erklärten, warum sie dringend Mietwohnungen suchten. Natürlich wurden Einzelschicksale geschildert und für manchen Lacher sorgten kleine Anekdoten, wie die, als Flüchtlinge mit Fahrädern auf der Autobahn fuhren und den hupenden Autos fröhlich „zurückwinkten. Aber dann wurde es konkret und Huonker erläuterte das Patensystem, welches in Riegelsberg funktioniert, doch nun seien mehr Menschen nötig, die helfen.

Gesucht mit unterschiedlichen Fähigkeiten. So zum Beispiel jemand, der etwas deutsch vermittelt, der Fahrräder reparieren oder einen PC installieren kann. Oder Leute mit Auto und Anhänger, um Möbel zu transportieren. Oder Menschen, die Lust und Zeit haben, mit Flüchtlingskindern zu spielen oder mit Flüchtlingen ins Kino oder Café zu gehen. Von der überwältigenden Hilfsbereitschaft der Bevölkerung war Huonker berührt: mehr als 70 Menschen erklärten schriftlich spontan ihre Hilfe, noch am nächsten Tag erhielt sie viel Rücklauf in Form von Mails, Telefonaten oder per Facebook. Ein Beispiel, welches sich mühelos auf andere Kommunen übertragen ließe.