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Quo vadis Dudweiler, quo vadis Universität des Saarlandes

Politischer Diskussionsabend am 6.5.2014 - „Wen wählen, warum, Dudweiler und Entwicklung des Bildungsstandortes Saarland“ - Die Studentenverbindung KDStV Carolus Magnus Saarbrücken im CV lud am Dienstag, den 06. Mai 2014, ab 19 Uhr, zu einem ‚Politischen Diskussions- und Informationsabend‘ auf das Carolingerhaus -, Finkenstraße 7, 66125 Saarbrücken - ein. Drei Hauptthemen standen auf der Agenda: Dudweiler nach dem Verlust des Sonderstatus und wie es weitergeht, aktuelle Sparpläne an und deren Auswirkungen für die Universität des Saarlandes und welche Perspektiven es zurzeit gibt sowie die Vorstellung der akademischen Verbindung den Vertreterinnen und Vertretern der politischen Parteien. Lebhafte Fragen aus dem Plenum rund um die Universität des Saarlandes konnten nicht verwundern, denn naturgemäß ist gerade der Weiterbestand des Status einer Volluniversität für die saarländische nicht-schlagende Studentenverbindung Carolus Magnus im Cartellverband der katholis

chen Studentenverbindungen Deutschlands (CV) mit seinen ca. 30.000 Mitgliedern von gesteigertem Interesse. Als politische Diskussionspartner waren anwesend: MdL Thomas Schmitt (CDU), Gabriele Ungers (DIE LINKE.), Karsten Krämer (FDP), Karin Burkart (Bündnis 90/Grüne), Uwe Caspari (Piratenpartei), MdL Stefan Krutten (SPD).

 

Die offizielle Vertreterin der Linkspartei in der Diskussionsrunde Gabriele Ungers, Vorsitzende der Stadtratsfraktion Saarbrücken und Mitglied des Landesvorstandes Saar, zeigte sich hochmotiviert und bestens vorbereitet. Zu dem Themenkomplex rund um Dudweiler und dessen Zukunft trug sie auch ein in sich stimmiges Konzept vor, dass sie so auch im Kommunalwahlkampf vertritt: auch nach Wegfall des Sonderstatus von Dudweiler gilt es die Identität von Dudweiler unbedingt zu erhalten, Infrastruktur auszubauen, notwendige Instandsetzungen endlich anzugehen, die Schwimmbäder vor Ort erhalten. Und auch bei dem Thema der Kürzungsgespräche rund um die Universität des Saarlandes ging sie bzgl. Finanzierungsfragen keine großen Kompromisse ein. Wo Geld für Pavillons da ist, wo man Großveranstaltungen plant und umsetzt, da muss zwingend Geld für Bildung sein. Denn erst Bildung schafft laut Ungers gleiche Chancen und man kann nicht einfach hier den Rotstift ansetzen. Denn gleiche Chancen

bedeuten für sie auch gleiche Chancen nicht nur durch, sondern vor allem auch AUF BILDUNG. Und so kann es nicht angehen, dass junge Menschen aus finanziell schlechter stehenden Familien ihre Wunschausbildung nicht wahrnehmen können, da sie sich einen Studienplatz in einem anderen Bundesland nicht leisten können. Ebenso waren ihre geäußerten Bedenken, dass man bei immer mehr Verbindungen und immer stärken Verzahnungen zwischen dem Saarland und Rheinland-Pfalz bei sowie durch Kooperationsstudiengängen und der drohenden Wegrationalisierung der grundständigen Juraausbildung im Saarland die Gespräche um die Länderzusammenlegungen befeuert, nicht von der Hand zu weisen.

Für eine sinnvolle Verzahnung zwischen HTW und Universität sprach sie sich hingegen sehr wohl aus, ggf. auch mit anderen Kooperationsstellen vor Ort, verwies dabei aber wiederum auf die Notwendigkeit den Status einer Volluniversität zu erhalten. Dabei brachte sie einen bis dato manchmal zu wenig berücksichtigten Punkt in die Diskussion mit ein: ein Student, der das Saarland verlässt um sein Wunschstudium zu absolvieren, wird eher selten zurückkommen, um im Saarland zu arbeiten. Das heisst, man gibt nicht nur einen Studiengang vor Ort auf, sondern man verzichtet auch auf Fachkräfte für die heimische Wirtschaft. Eine ganz schlechte "Investition in die Zukunft des Saarlandes".

 

Ob Dudweiler oder Universität, Gabriele Ungers blieb bei klaren Ansagen: Lösungen müssen zeitnah her, sie müssen den Bürgern zugutekommen, sie müssen sozial sein und man darf hier nicht wahllos finanziell schwächer Stehenden weitere Abstriche zumuten.

(Rückblick, phelan)

Veranstaltung zur Zukunft Dudweilers u.a. mit Gabi Ungers