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Bisher verband man St. Wendel sehr stark mit dem Katholizismus, zudem gilt die Stadt als Hochburg der Konservativen mit manchmal - selbst für Einheimische - schwer verständlichem Dialekt. Verstärkt wird dieser Eindruck durch die doppeltürmige Wendelinusbasilika und dem wuchtigen Haus der Missionare oberhalb der Stadt. Was nur wenige wissen: St. Wendel hat auch eine andere, eine linke Geschichte. Denn jahrhundertelang bemühten sich einige herausragende Einwohner aufopferungsvoll um den zivilisatorischen Fortschritt und haben dabei ihre Spuren in der Regional- und Weltgeschichte hinterlassen.

Die Peter-Imandt-Gesellschaft/Rosa-Luxemburg-Stiftung lud erstmalig zu einem Stadtrundgang auf den Spuren linker Persönlichkeiten durch St. Wendel ein. Der bekannte Stadtführer Ortwin Englert wird verraten, wo der Lehrer von Karl Marx wohnte und worin er seinen Zögling unterrichtete. Über den Kirchenreformator Nikolaus von Kues ist bekannt, dass er ein Faible für die Stadt an der Blies entwickelte, während in der jüngsten Zeit der CDU-Bürgermeister keine Angst davor hatte in falschen Geruch zu geraten, weil er ein Denkmal aus Bronze für die Haushälterin der Familie Marx Helena Demuth errichten ließ. In Kooperation mit Heike Kugler (MdL)

Alternativer Stadtrundgang St. Wendel