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*Heißer Protest gegen Schwimmbadschließungen in Saarbrücken

 

Rund 500 Menschen waren am 16. März dem Aufruf des „Reha-, Gesundheits- und Behindertensportvereins Altenkessel e.V.“ gefolgt, um Widerstand gegen die mögliche (Teil-) Schließung des Kombibades zu zeigen. Ein umstrittenes Gutachten hatte vor einigen Wochen empfohlen, mehrere Bäder in der Landeshauptstadt zuzumachen.

 

DIE LINKE war vom Bundestag (Thomas Lutze) bis zum Bezirksrat West sehr stark vertreten. Mandatsträger/-innen und Vorstände aller politischen Ebenen zeigten sich mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort solidarisch im Kampf gegen die Schließung ihres Schwimmbades. Zusätzlich waren zahlreiche Mitglieder der beiden Ortsvereine im Saarbrücker Westen gekommen. Auch Völklinger Kollegen um ihren Fraktionsvorsitzenden Klaus Degen unterstützten das Anliegen.

 

Die Besonderheiten des Alsbachbades im Saarbrücker Stadtteil Altenkessel liegen auf der Hand: Es ist das einzige barrierefreie Bad; es ist das einzige echte Kombibad, das ganzjährig auch das Hallenbad geöffnet hat; es ist das einzige mit einem (interkulturellen) Frauenschwimmen; es wird von zahlreichen Schulklassen und Behindertenvereinen genutzt und es ist das einzige verbliebene Bad im Saarbrücker Westen.

 

Die Redner machten klar, dass es mit ihnen auch keine teilweise Schließung beispielsweise „nur“ des Außenbeckens geben werde, denn dies sei der Einstieg in den Ausstieg der öffentlichen Nutzung. Für DIE LINKE wurde Ortsvereinsvorsitzender Manfred Klasen um eine Stellungnahme gebeten. Er verwies nochmal auf die Bedeutung des Schwimmen Lernens hin. Dies sei ein Bildungsauftrag und deshalb von öffentlicher Hand auch zu gewährleisten. Der linke Ortsverband werde eine Schließung nicht hinnehmen und die Protestaktionen vor Ort weiterhin nach Kräften unterstützen.


Fotos: Patric Bies, Manfred Klasen

Proteste gegen die möglichen Schwimmbadschließungen in Saarbrücken