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Betriebs- und Personalrätekonferenz

der Landesarbeitsgemeinschaft "Betrieb und Gewerkschaft"

im Rechtsschutzsaal in Friedrichsthal-Bildstock

 

In einem geschichtsträchtigen Haus in Friedrichsthal fand die diesjährige Personal- und Betriebsrätekonferenz der LINKEN statt. Im ältesten deutschen Gewerkschaftshaus, im Rechtsschutzsaal in Friedrichsthal-Bildstock begrüßte Gabriele Ungers, Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft „Betrieb und Gewerkschaft“ der LINKEN, viele Gäste, unter ihnen den Bürgermeister von Friedrichsthal, Rolf Schultheis und den DGB-Vorsitzenden im Saarland, Eugen Roth. Unter dem Motto „Gute Arbeit, gute Löhne, gute Rente“ diskutierten Vertreter aus Politik und Gewerkschaft über die aktuelle Arbeitsmarktpolitik und über die Herausforderungen, die daraus für die Zukunft entstehen.

 

Der parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion im Landtag des Saarlandes, Heinz Bierbaum referierte zunächst über die wesentlichen Forderungen der LINKEN:

 

Abschaffung von Hartz IV, der Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohnes, die Streichung der Leiharbeit und anderer prekärer Arbeitsverhältnisse und eine Rücknahme der Rentenkürzungen: der Rente mit 67.

 

In der anschließend stattgefundenen Podiumsrunde erläuterten Gewerkschaftssekretäre Alex Sauer von ver.di für den Fachbereich Handel, mit Stefan Schorr für den Fachbereich Gemeinden und Peter Balnis von der GEW die Schwierigkeiten und Probleme, mit denen sie täglich konfrontiert sind. Unter der Moderation vom Bundestagsabgeordneten Thomas Lutze wurde die nicht ausreichende finanzielle Ausstattung der Gemeinden beleuchtet und auch die Missstände in städtischen Krankenhäuser und im Bildungsbereich aufgezeigt und mit Beispielen eindrucksvoll belegt.

 

Im Bereich des Handels waren die konkurrierenden Geschäftsbereiche ein wesentliches Thema. Geschäfte, die mit prekär beschäftigten Mitarbeitern ihr Unternehmen führen, verhindern einen guten Tarifabschluss. Zudem werde die Allgemeinheit durch die Aufstockung der Gehälter seitens der ARGE belastet.

 

Hans Ruge, Knapppschaftskrankenhaus Sulzbach, Matthias Scherer, ZF-Getrieb GmbH und Frank Riedinger, MAT Soundries diskutierten in der zweiten Podiumsrunde, die von der Landtagsabgeordneten Heike Kugler moderiert wurde. In den Betrieben ginge die Angst um die Arbeitsplätze um. Besonders betroffen sei die Firma MAT Soundries, da dort am 31.Dezember 2013 der Sanierungstarifvertrag ausläuft.

 

Einigkeit herrschte darin, dass ein Politikwechsel dringend geboten sei. Nur mit guten Arbeitsbedingungen und einem Mindestlohn sei ein Leben ohne Armut später möglich, die Rente somit gesichert. Gefordert wurden ein guter Personalschlüssel in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen an und eine finanzielle Ausstattung der Kommunen, damit diese ihren sozialen Aufgaben nachkommen können. Dies nahmen die Bundestagskandidaten Thomas Lutze und Gabriele Ungers als politischen Auftrag gern mit.

Betriebs- und Personalrätekonferent: Gute Arbeit-Gute Löhne-Gute Rente