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Saarparteien sollten ihre Hausaufgaben machen

Manche Dummbeutel kommen scheinbar nur im Sommerloch vor. Nicht anders sind die Reaktionen von CDU, Grünen und auch der SPD im Saarland auf die Korrektur der Mitgliederliste der Linken zu bewerten.

So sorgt sich der Herr Theis von der Saar-CDU um das soziale Gewissen der Linken, weil Leute rausgeworfen werden, die kein Geld hätten. Anspruch und Wirklichkeit würden auseinander klaffen usw. Nein, Herr Theis: Bei der Linken liegt der Mindestbeitrag bei 1,50 Euro und in Ausnahmefällen kann man sich zeitlich befristet ganz befreien lassen.

Die Grüne Claudia Beck ist anscheindend immer noch geschockt über die Wahlergebnisse aus 2009. Sie will einen künstlichen "Hype" für DIE LINKE ausgemacht haben. Berauschend ist eher das Agieren ihres Landesvorsitzenden Ulrich gewesen. Dieser ist seit vielen Jahren dafür berüchtigt, mit künstlichen "Mitgliederwerbeaktionen" seine Mehrheitsverhältnisse zugunsten des KV Saarlouis zu verschieben. Beitrag gezahlt hat von denen nie einer. Und gerade die Saar-Grünen kamen noch vor zwei Jahren in die Schlagzeilen, dass sie 40 Prozent Nichtzahler hätten. Korrigiert wurde dies nie.

Und der SPD-General Jost freut sich, dass seine Jusos wieder mehr Mitglieder hätten als die Linken. Herzlichen Glückwunsch auch! Schon vergessen: Seit Ende der 90er Jahre hat sich die SPD an der Saar halbiert, sowohl bei den Wahlergebnissen als auch bei den Mitgliederzahlen. Mit so einer beeindruckenden Bilanz würden jeder normale Mensch einfach mal die Klappe halten.

Nein, DIE LINKE hat ohne Zweifel in den ersten drei Jahren ihres Bestehens einen Fehler gemacht. Der jetzige Vorstand hat vieles korrigiert. Und alle Mitglieder, die Ende Juni 2010 in der elektronischen Mitglieder-Datei auf "ehemalig" gesetzt wurden, können sofort wieder mitmachen, wenn sie ihren Parteibeitrag für 2010 (nach)zahlen.

Thomas Lutze, Landesgeschäftsführer