Der Gondwanapark rechnet sich nur bei jährlichen Besucherzahlen von 250.000. Im Jahr 2009 kamen 200.000 Besucher. Alle Angaben beziehen sich auf Aussagen des Investors. Über die Einnahmesituation machte er keine Angaben. Der Rechnungshof des Saarlandes hat die Finanzierung der öffentlichen Hand kritisiert. DIE LINKE und SPD fordern nun einen Untersuchungsausschuss. Dabei ist die Kritik des Rechnungshofes nichts Neues.
Bereits im Bürgermeisterwahlkampf 2007 in Friedrichsthal habe ich auf diese Situation hingewiesen. DIE LINKE ist kein Verein von Maschinenstürmern. Grundsätzlich waren wir uns einig, dass neue Investoren im Saarland erwünscht seien. Im Falle des Gondwanaparks wurden damals mehrere Landesbehörden nach Reden verlagert. Der qm-Preis von 8 Euro war dabei viel zu hoch bemessen. Im Bereich Saarbrücken hätten günstigere Mieten erzielt werden können, außerdem gab es dort leerstehende Gebäude mit teilweise noch jahrelangen Verträgen. Von uns muss nun die hohe finanzielle Bindung der öffentlichen Hand kritisiert werden. Diese besteht immerhin über eine Laufzeit von 25 Jahren und beinhaltet ein Volumen von 1,2 Mio Euro pro Jahr. Der Landesrechnungshof hat nun die Verschwendung von Steuergeldern kritisiert, auch weil natürlich der Investor auf der sicheren Seite durch die Mieteinnahmen wäre.
Ein weiterer Kritkpunkt ist auch das schlechte Infrastrukturmanagement der Landesregierung und der IKS. Dies wird hauptsächlich auch durch den Investor gerügt. Eine zugesagte Brücke vom Gelände zum Bahnhof sei bis heute nicht erstellt. Unbefriedigend ist auch die Arbeitsplatzsituation. Früher hat die CDU von 150 Arbeitsplätzen gesprochen. Heute sind es gerade einmal 50, davon nur 25 Vollzeitjobs.
Zusammenfassend muss man sagen, daß das Risiko des Investors gegen 0 tendiert, die Belastung der öffentlichen Hand nach den derzeitigen Verträgen jahrzehntelang vorhanden ist.
Jürgen Trenz (Vorsitzender des Fraktion DIE LINKE im Regionalverband)
Zuständig: Landesregierung - IKS (Industriekultur Saar)
IKS: Zuständig für die Entwicklung der ehemaligen Bergbauflächen in Reden und Göttelborn