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Frauenquote: Telekom startet Offensive- DIE LINKE will sie ins Gesetz

Die Deutsche Telekom führt als erster Dax-Konzern eine Frauenquote für das Management ein. Bis Ende 2015 sollen 30 Prozent der oberen und mittleren Führungspositionen im Unternehmen mit Frauen besetzt sein.

„Die Initiative der Telekom geht durchaus in die richtige Richtung“, bilanziert die saarländische Bundestagsabgeordnete Yvonne Ploetz. Doch die wirtschaftliche Selbstverpflichtung geht ihr keinesfalls weit genug: „Wir brauchen eine gesetzliche Frauenquote von 50% für alle Führungspositionen!“

Eine Vielzahl diverser Argumente spräche für dieses Vorgehen. „Es ist nicht nur politisch an der Zeit, nachdem schon seit 1949 die Gleichberechtigung von Frau und Mann im Grundgesetz verankert ist. Sondern auch von ökonomischer Notwendigkeit. Junge Frauen verlassen die Schule durchschnittlich mit besseren Noten als junge Männer. Und trotzdem arbeiten 25 % unter ihrer Qualifikation. Trotzdem sind sie bisher überwiegend auf unteren Hierarchieebenen tätig und seltener als Männer in Führungspositionen anzutreffen. In den obersten Führungsetagen von Großbetrieben haben Frauen Seltenheitswert. So sind in den 100 größten Unternehmen Deutschlands insgesamt 685 Männer und nur 4 Frauen im Vorstand tätig. Und das obwohl seit Jahrzehnten Studien bestätigen, dass die Führungseffizienz von Frauen durchaus noch besser zu bewerten sind, als die von Männern!“

Eventuellen Verlustängsten von Männern, glaubt sie vorbeugen zu können: „Liebe Männer, wir bieten euch doch 50%!“, fügt sie abschließend hinzu.