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TERMINHINWEIS

 

Aktuelle Auswirkungen des Sparkurses an der UdS

18. Oktober 2017 - Saarbrücken, Landtag, Raum 8, Franz-Josef-Röder-Str. 7, 18.30 Uhr.

Kontakt

 

Ansprechpartnerinnen:

Barbara Spaniol, MdL
E-Mail: barbara.spaniol@gmx.de oder b.spaniol@landtag-saar.de  
Telefon: 0163-3 07 68 86 und 0681-5002-506

Elke Scholl
E-Mail: ElkeScholl@web.de
Telefon:  0172-6 84 43 19 

LANDESARBEITSGEMEINSCHAFT BILDUNGSPOLITIK

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Genossinnen und Genossen, liebe Interessierte,

„Unterschiedlichkeit ist Vielfalt und Bereicherung - gemeinsam anders sein - mehr Chancen für alle …“ Die Inklusionsidee hat viele Umschreibungen und erhebt den Anspruch, besonders den Menschen am ehesten gerecht werden zu können, die aufgrund von Behinderungen, Migrationshintergrund, prekären Lebenslagen o. ä. am Rande stehen oder ausgeschlossen werden. Die Umsetzung der „inklusiven Schule“ wird daher eine der großen Herausforderungen in der saarländischen Bildungspolitik sein.

Mit solidarischen Grüßen
Barbara Spaniol (MdL, bildungspolitische Sprecherin)

 

Aus dem Leitantrag zum Landesparteitag zum Thema Bildungspolitik

Wir wollen gute Bildung von Anfang an

Die soziale Herkunft entscheidet leider immer noch maßgeblich über den Bildungserfolg. Das muss sich ändern. Alle sollen die gleichen Möglichkeiten haben, von der KiTa bis zur Erwachsenen-Weiterbildung, ohne dass der Geldbeutel über Bildungschancen entscheidet. Deshalb will DIE LINKE stärker in Bildung investieren: in kleinere Klassen, eine wirksame Bekämpfung des Unterrichtsausfalls, mehr Schulsozialarbeit und mehr schulpsychologisches Personal. Eine qualitativ hochwertige Kinderbetreuung in der KiTa braucht mehr Erzieherinnen und Erziehern. Grundschulen brauchen beste Bedingungen. Deshalb wollen wir den Grundschullehrer/innenberuf wieder attraktiver machen und die Kürzung der Eingangsgehälter zurücknehmen, damit junge Lehrkräfte dem Saarland nicht weiter den Rücken kehren.

Die mit uns auf den Weg gebrachte Gemeinschaftsschule muss weiterwachsen, um mit mehr indivi-dueller Förderung die bestmöglichen Lernbedingungen für alle bieten zu können. Dazu gehören auch mehr Oberstufenstandorte als echte Alternative zum Gymnasium. Kleinere Gemeinschaftsschulen im ländlichen Raum, die durch Weichenstellungen der Großen Koalition nach zwei Jahren von der Schließung bedroht sein können, wollen wir wohnortnah erhalten. Schule braucht Raum und Zeit. In allen Landkreisen sollte daher die gebundene kostenfreie Ganztagsschule ein zusätzliches Angebot sein. Ebenso wollen wir die duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule, die das bundesdeutsche berufliche Schulwesen auszeichnet, aufwerten. Auch das wäre ein Stück mehr Bildungsgerechtigkeit.

Wir wollen zukunftsfähige Hochschulen im Saarland

DIE LINKE steht für eine gesicherte Grundfinanzierung von Forschung und Lehre an den saarländischen Hochschulen, insbesondere der Universität des Saarlandes. Die durch den Hochschulent-wicklungsplan von CDU und SPD verursachte Konzentration auf einige wenige Bereiche und der damit verbundene Rückbau in anderen Bereichen sowie die drastischen Sparzwänge verstärken die strukturellen Konflikte der Hochschulen und deren Probleme: wachsende Abhängigkeit von Drittmittelgebern, schlechtere Lehr- und Studienbedingungen, drohender Verlust des Status der Volluniversität und steigende Zahl von befristeten, prekären Beschäftigungsverhältnissen.

Beim neuen Hochschulgesetz sieht DIE LINKE Verbesserungsbedarf. Wir fordern mehr Mitbestimmung für Studierende und Hochschulpersonal. Alle an Forschung und Lehre Beteiligten sollen die gesellschaftlichen Folgen wissenschaftlicher Erkenntnisse mitbedenken – so wie in den Hochschulgesetzen anderer Bundesländer festgeschrieben. Damit wären ein Verzicht auf Rüstungsforschung und eine rein auf Frieden ausgerichtete Forschung und Lehre möglich.

DIE LINKE steht für ein breites Fächerangebot mit guten Lehr- und Lernbedingungen, wozu wir auch eine angemessene Literaturversorgung in den Campus-Bibliotheken zählen. Studieren muss in modernen statt in maroden Gebäuden möglich sein, der Sanierungsstau an der Universität ist dringend aufzulösen. Das Land muss das Studium auch für einkommensschwache Studierende sowie beruflich Qualifizierte ermöglichen: gleiche Studienmöglichkeiten für alle ohne Studiengebühren, Investitionen wenigstens in Höhe des Länderdurchschnitts.