
Der Kreisverband Saarpfalz besteht derzeit aus acht Ortsverbänden mit etwa 500 Mitgliedern. Als Schwerpunkte seiner Arbeit betrachtet der Kreisverband die Themen Öffentlicher Personennahverkehr, die Sozialpass-Kampagne und die Aktionen für die Abschaffung des G8-Turboabiturs in der jetzigen Form.
DIE LINKE Kreisverband Saarpfalz im Internet: www.dielinke-saarpfalzkreis.de
In den vergangenen Wochen erfolgten mehrere Vorstöße des Saarpfalz-Kreises, der Städte, Gemeinden, der Jugendpflege und der Kreisverwaltung zum Schutz Jugendlicher. Darüber, „dass Jugendliche und ihre Ideen, Bedürfnisse und Lebenswelten in den politischen Fokus des Saarpfalz-Kreises rücken“, freut sich Yvonne Ploetz, jugendpolitische Sprecherin der LINKE Saarpfalz und Bundestagsabgeordnete.
„Dieses politische Interesse muss aber dringend ausgebaut werden. Ich wünsche mir, dass vom Saarpfalz-Kreis jugendpolitische Initiativvorschläge in die Kommunal-, Landes- und Bundespolitik ausgehen“, so Ploetz.
Kritisch sieht sie die einseitige Ausrichtung der Konzeption. „Man kann verstärkten Alkoholkonsum nicht nachhaltig eindämmen, wenn man den Problemen nicht an die Wurzel begegnet und sich fragt, was eigentlich dahinter steht. Jugendliche sind mit 19 % die am stärksten von Armut betroffene Altersgruppe. Für die ‚Generation Prekär‘ wird ein sicherer Arbeitsplatz mit einem guten Einkommen immer mehr zum unerreichbaren Wunschtraum. Über ein Drittel der Jungen arbeitet in sogenannter ‚atypischer Beschäftigung‘. Immer seltener werden sie nach einer Ausbildung übernommen. Bildungspolitische Strukturen, von Turboabitur bis Bologna, heißen übersetzt Pauken bis zur Erschöpfung.“
Und weil das Thema so weitreichend und komplex sei, fordert Ploetz einen Runden Tisch an dem Bewältigungsstrategien erarbeitet werden. „Die Erarbeitung muss aber gemeinsam mit jungen Menschen und sozialen Verbänden erfolgen. Dabei biete ich meine Unterstützung und Mitarbeit jederzeit an“, so Ploetz abschließend.
Kreisparteitag wählt neuen Vorstand in großer Einmütigkeit – Barbara Spaniol eindrucksvoll als Vorsitzende bestätigt
Der Kreisparteitag der Linken.Saarpfalz hat kürzlich in Homburg-Erbach in großer Einmütigkeit turnusgemäß einen neuen Vorstand gewählt. Kreisvorsitzende bleibt die Homburger Landtagsabgeordnete Barbara Spaniol. Sie wurde mit fast 90 Prozent der Stimmen eindrucksvoll im Amt bestätigt. Zu ihren Stellvertretern wurden Bärbel Riedinger aus Blieskastel, Helmut Welker aus Jägersburg sowie Mario Fontana aus Gersheim gewählt. Kreisgeschäftsführer bleibt Peter Kessler, alter und neuer Kreisschatzmeister ist Manuel Schmidt, beide aus Homburg. Sandra Petrak aus Mandelbachtal ist neue Schriftführerin, Internetbeauftragter Hans-Josef Reichhart aus Homburg. Weitere Beisitzerinnen im neuen Kreisvorstand sind die Bundestagsabgeordnete Yvonne Ploetz aus Blieskastel, Anja Link und Anna Kallbach aus Homburg sowie Marion Hussung aus Jägersburg und Marliese Stay aus Mandelbachtal. Zum Vorstand gehören darüber hinaus Thomas Link aus Homburg, Uwe Graev aus Gersheim und Jürgen Karr aus St. Ingbert als weitere Beisitzer. Ebenso wählte die Versammlung 22 Landesdelegierte für den Kreisverband Saarpfalz.
„DIE LINKE hat sich im Saarpfalz-Kreis längst etabliert. Mit dem neuen Vorstand wollen wir die erfolgreiche Arbeit der letzten beiden Jahre gemeinsam mit den Ortsverbänden im Kreis fortsetzen,“ so die Vorsitzende Spaniol. „Dazu werden wir weiter Themen wie Armutsbekämpfung, bessere Bildungschancen, faire Arbeitsbedingungen und eine Verkehrspolitik im Sinne der Menschen im Saarpfalz-Kreis politisch vorantreiben. DIE LINKE hat sich gemeinsam mit Gewerkschaften wie der IG Metall klar gegen soziale Ausgrenzung positioniert – ob beim Bildungsstreik in Homburg oder im breiten Bündnis gegen Rechts genauso wie mit der Forderung nach Solidarität für die Beschäftigten von INA-Schaeffler in Homburg.“
Nahezu einstimmig hat der Kreisparteitag dazu entsprechende Anträge von Ortsverbänden verabschiedet. Darin wurde u. a. ein klares Schulkonzept für die Region eingefordert. „Das saarländische G8 ohne echte Ganztagsschulen treibt Eltern und Schüler in die kostenpflichtige Nachhilfe und verstärkt die Abwanderung nach Rheinland-Pfalz. Es ist höchste Zeit, dass sich daran etwas ändert,“ so Barbara Spaniol abschließend.