
Der Kreisverband Saarpfalz besteht derzeit aus acht Ortsverbänden mit etwa 400 Mitgliedern. Als Schwerpunkte seiner Arbeit betrachtet der Kreisverband die Themen Öffentlicher Personennahverkehr, die Sozialpass-Kampagne und die Aktionen für die Abschaffung des G8-Turboabiturs in der jetzigen Form.
Bericht über die Arbeit der Kreis-AG Seniorenpolitik
Die Gründungsversammlung der Kreisarbeitsgemeinschaft Seniorenpolitik der Partei DIE LINKE im Saarpfalz-Kreis fand am 8. April 2011 in Homburg in der Kreisgeschäftsstelle Richard-Wagner-Str. 52 statt.
Interessierte Mitglieder der Partei trafen sich, um der Seniorenpolitik des Saarpfalz-Kreises eine besondere Bedeutung beikommen zu lassen. Die Grundidee und das Anliegen dieser Genossinnen und Genossen waren und ist es die Lebensbedingungen der 23,6% Senioren aus der Gesamtbevölkerung des Saarlandes zu verbessern. Vorhandene Altersarmut, die in der Zukunft laut Arbeitsministerin Ursula von der Leyen noch steigen wird, müssen wir etwas dagegen setzen, so der Tenor der anwesenden Genossinnen und Genossen.
Die Leitung der Wahl zur Gründung der Kreisarbeitsgemeinschaft übernahm der 1. Sprecher der LAG-Seniorenpolitik Genosse Hans-Georg Schmidt. Die Wahlzählkommission setzte sich zusammen aus der Organisationsleiterin der LAG die Genossin Paulina Tamisier und der Genossin Monika Arnold. Das Ergebnis dieser Versammlung war die Gründung der Kreis-AG Seniorenpolitik. Der Vorstand dieser KAG setzt sich wie folgt zusammen:
• 1.Sprecher Genosse Harald Kallbach OV-Homburg
• 2.Sprecherin Genossin Marliese Stay OV-Mandelbachtal
• Organisationsleiter Genosse Rainer Stetzer OV-Homburg
• Schriftführerin Genossin Ursula Seebald OV-Jägersburg
• Beisitzerin Genossin Anna Kallbach OV-Homburg
Am 17. Mai traf sich die KAG im Bürgerbüro in Blieskastel. Anwesend waren 12 Genossinnen und Genossen. Zuvor sammelten wir Materialien und Infos um eine konstruktive Arbeit möglich zu machen und um Prioritäten in unserer Arbeit setzen zu können. Viele Vorschläge wurden dem Vorstand unterbreitet. Dazu gehörte auch die freiwillige Offenlegung der Daten um untereinander kommunizieren zu können. Keiner der anwesenden Genossinnen und Genossen schloss sich davon aus. Es kamen Vorschläge aus der Gruppe wie
- Altersarmut
- Pflegedienste
- Alltagsprobleme
- Teilhabe der Senioren an der Gesellschaft.
Wir einigten uns auf Alltagsprobleme der Senioren. Bei einer Zusammenkunft mit Senioren, könnte man bei Diskussionen Prioritäten herausfiltern. Um unsere Senioren zu aktivieren, wählten wir uns den beeindruckenden Dokumentarfilm „Rentenangst“ aus. Unter dem Motto; „Wie kann der demographische Wandel und die Wucht seiner Auswirkungen durch eine kommunale Seniorenpolitik abgefedert werden?“ haben wir bisher 3 Seniorentreffen organisiert. Das 1. Treffen im „Haus der Begegnung“ in Homburg, das 2. In Blieskastel in der Gaststätte „Alte Schmidd“ und das 3. Treffen in Jägersburg in der Gaststätte „Alt Jägersburg“. Das 4. Treffen ist in Vorbereitung und wird im September in Kirrberg stattfinden. Nach der Filmvorführung kam es im Anschluss bei allen 3 Treffen zu regen Diskussionen. Es stellte sich ganz klar heraus, dass zukünftige Senioren Angst haben vor Ausgrenzung. Dabei muss herausgestellt werden, dass die Durchschnittsrente im Saarland 950,00 EUR beträgt. Der Durchschnitt bei Männern 1.150,00 EUR, bei Frauen 380,00 EUR. Wenn die ehemaligen Stahlarbeiter und Bergleute in naher Zukunft ausgestorben oder in andere Bundesländer abgewandert sind, wird die Rente auf 750,00 EUR sinken. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen kündigte in der SBZ an, weitere Rentenkürzungen durchzuführen. Durch die Schaffung prekärer Arbeitssituationen die durch die Politik der CDU, FDP, SPD und Grünen ermöglicht wurde, verschärft sich die Situation der zukünftigen Rentner immer mehr. Das bedeutet auch, dass die Kaufkraft im Saarland sinkend ist in Anbetracht der steigenden Zahl der Rentner, gegenwärtig fast ein Viertel der Bevölkerung des Saarlandes. Wie es im Entwurf des neuen Grundsatzprogrammes deutlich beschrieben ist, ist die Notwendigkeit gegeben uns breiter der Öffentlichkeit zu öffnen. Die Bildung von KAG`s ist unerlässlich geworden. Themen, wie Kinderarmut, Hatz 4, Senioren, prekärer Arbeitssituationen, Bildung können tiefgreifender in der Bevölkerung behandelt werden. Die Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung der KAG`s sind notwendige Maßnahmen um zukünftige Projekte voran zu bringen. Daran arbeiten wir, unsere KAG-Seniorenpolitik. Unser Ziel ist es, unsere politische Arbeit nach unserem neuen Parteiprogramm auszurichten und umzusetzen.
Harald Kallbach, Marliese Stay