Elmar Seiwert, Kreisvorsitzender
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Internet: www.dielinke-merzigwadern.de

Der Kreisverband Merzig-Wadern hat derzeit etwa 150 Mitglieder. Aktive Ortsverbände gibt es in der Kreisstadt Merzig, Beckingen, Mettlach, Losheim am See, Wadern und Weiskirchen. Für die Gemeinde Perl suchen wird noch engagierte Bürgerinnen und Bürger, die aktiv sozialistische Politik in ihrer Kommune betreiben wollen.
Bei einem Ortstermin haben Mitglieder der Partei DIE LINKE den Hauptbahnhof der Kreisstadt Merzig unter die Lupe genommen. Im Gegensatz zu dem weit weniger positiven Urteil über den Bahnhof in Neunkirchen, war Thomas Lutze (Mitglied des Bundestages und dort Mitglied im Verkehrsausschuss) vom Bahnhof Merzig positiv überrascht. Mit vor Ort waren auch die Beckinger Landtagsabgeordnete der Linken Dagmar Ensch-Engel und weitere Mitglieder des Kreisvorstandes.
„Der Bahnhof und der Vorplatz machen einen sehr sauberen und übersichtlichen Eindruck. Die Anzeigen für die Züge und Busse funktionieren tadellos und sind leicht verständlich. Anschlussbusse warten auf ankommende Bahnreisende, was nicht überall selbstverständlich“, so der Bundestagsabgeordnete. „Es bleibt aber zu hoffen, dass die Bahn den Fahrkartenschalter im Bahnhof weiter betreibt. Meldungen über eine geplante Schließung sind leider noch nicht vom Tisch.“
Leider nicht mehr selbstverständlich sind öffentliche Toilettenanlagen in Bahnhöfen. Hier hat der Merziger Bahnhof diese im Zusammenhang mit der Bahnhofsgaststätte wenigstens noch erhalten können. „Sinnvoller wäre aber eine tatsächlich öffentliche Anlage, die 24 Stunden geöffnet ist“, so Lutze. „In Saarlouis ist dies so vorhanden.“
Mangelhaft sind aber die fehlenden Hinweise zur Kreisstadt Merzig selbst. „Es fehlen übersichtliche Stadtpläne im Bahnhof und an den Bushaltestellen. Auch ein Streckennetzplan für Merzig und Umgebung sucht man vergeblich. Gerade Merzig mit seinen touristischen Ansprüchen sollte es seinen Gästen so einfach wie möglich machen, sich zurecht zu finden.
MdB Thomas Lutze und MdL Dagmar Ensch-Engel mit dem Kreisvorstand zu Besuch bei Kohlpharma in Merzig
Das Unternehmen Kohlpharma hat kürzlich die Partei DIE LINKE zu einem Gespräch in seinen Firmensitz nach Merzig eingeladen. MdB Thomas Lutze, die umweltpolitische Sprecherin der Partei, MdL Dagmar Ensch-Engel, sowie Elmar Seiwert, Ruth Müller und Reinhold Engel vom geschäftsführenden Kreisvorstand der Partei DIE LINKE Merzig-Wadern waren zusammen mit Mitarbeiter Philipp Engel der Einladung gefolgt. Die Politiker sprachen mit Firmenchef Edwin Kohl über den vom Bundestag beschlossenen Herstellerzwangsrabatt auf Medikamente, den Kohlpharma-Wochenblister 7X4, linke Steuerpolitik und über die Pläne von Edwin Kohl, ein kostengünstiges Elektroauto auf dem Markt einzuführen.
Hintergrund des Besuches sind die angekündigten Entlassungen im Unternehmen, DIE LINKE wollte dabei von Edwin Kohl erfahren, wo genau der Schuh drückt und wie die Politik helfen kann.
Kohl führte aus, dass sein Unternehmen von der Preisdifferenz der Medikamente im EU-Raum lebt. Unternehmen wie Kohlpharma, die Medikamente aus dem Ausland umetikettieren, bringen dabei, wie Kohl ausführte, dem deutschen Gesundheitswesen jährliche Einsparungen von 300 Millionen Euro. Werde nun der Herstellerzwangsrabatt, dem auch Kohlpharma unterliegt, von 6 auf 16 Prozent erhöht, müsse das Unternehmen aus Rentabilitätsgründen bestimmte Medikamente vom Markt nehmen. Dies bedeute in der Folge, dass Krankenkassen wieder teurere Medikamente zahlen müssten. Zudem beklagte Kohl, dass er zwar formal-juristisch Hersteller sei, aber betriebswirtschaftlich als Händler agiere.
Um künftig weitere wirtschaftliche Unwägbarkeiten zu umschiffen, habe sein Unternehmen bereits auf Alternativen gesetzt wie auf ein sprechendes Gerät, das Patienten an die Einnahme von Medikamenten erinnert und den Wochenblister 7x4. Jedoch seien die Krankenkassen in Abwartehaltung bedauert Kohl. Der Medikamenten-Wochenblister, der für chronisch Kranke geeignet sei, könne Senioren eine längere Selbstständigkeit zuhause garantieren und so teure Einlieferungen in ein Krankenhaus, bedingt durch Medikamentenfehleinnahme, verhindern.
Kohl sprach zudem das Elektroauto ein, das er auf dem deutschen Markt einführen will. Etwa mit 1,50 Euro /100 km rechnet Kohl die Ausgaben für ein solches Auto, aus seiner Sicht eine insbesonders günstige Alternative für Senioren, die lange mobil bleiben möchten und ein Denkmodell für Auszubildende.