
Aktiv vor Ort: Im Rahmen der landesweiten Aktionen zum Internationalen Freuentag 2009 beteiligte sich die LAG LISA an den straßenaktionen in der Saarbrücker Bahnhofstraße. Die LAG LISA verteilte an alle Frauen ein rotes Herz und informierte zum Thema "90 Jahre Frauenwahlrecht" auch vor dem Hintergrund, dass 2009 erst recht "wählen gehen" angesagt ist.
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LISA ist eine autonome Frauenstruktur, in der Frauen die Möglichkeit haben, ihre Politikansätze zu entwickeln, zu diskutieren und zu beschließen. Zu unseren Treffen sind alle Genossinnen und Sympathisantinnen der LINKEN herzlich eingeladen. Wir stehen für eine geschlechtergerechte Politik als eine Querschnittspolitik zur Herstellung der Chancengleichheit in allen politischen Entscheidungsfragen.
Wir wollen die Entscheidungen in unserer Politik, dahingehend begleiten, dass wir unsere Aufmerksamkeit bei der Umsetzung unserer politischen Forderungen immer unter dem Gesichtspunkt der Chancengleichheit für alle Minderheitsgruppen betrachten. Familienpolitik, Bildungspolitik, Gesundheitspolitik, Arbeitsmarktpolitik sowie auch in der Wirtschaftspolitik gehören u. a. die Frauen zu der benachteiligten Gruppe. Wir setzten uns dafür ein, dass alle benachteiligten Minderheiten bei unseren politischen Entscheidungen berücksichtigt werden. Um dieses Ziele zu erreichen stehen wir für spezielle Förderprogramme für Frauen, ImmigrantInnen, Jugend, Senioren, behinderte Menschen. An der Entwicklung der Förderprogramme wollen wir uns beteiligen.
Auf ihrem ersten Landesparteitag im September 2008 beschlossen die Delegieren einen Antrag, der von der LAG LISA gestellt wurde. Diesen dokumentieren wird an dieser Stelle als PDF-Dokument.
Bildungspolitik: Bildung muss jedem zu den gleichen Voraussetzungen möglich sein. Lernmittelfreiheit erhöht die Bildungschancen aller.
Familienpolitik: Die steuerliche Förderung von Familien, darf nicht zu einer Benachteiligung von allein lebenden Menschen führen. Die Familien sollen danach gefördert werden, die Familienplanung so zugestalten zu können, dass Familie und Beruf ohne Nachteile möglich sind. Frauen, die sich für die Familie ohne eine eigene Erwerbstätigkeit entscheiden, dürfen nicht schlechter gestellt werden als berufstätige Frauen z.B. bei der Altersvorsorge, an Fort- und Weiterbildung. Wir verstehen darunter, die Unterstützung und Förderung bei der Betreuung von Kindern.
Die Stärkung der Angebote für Familien, Allein- und Getrennterziehende durch die Bereitstellung einer hochwertigen, beitragsfreien und ganztägigen Betreuungsinfrastruktur als Rechtsanspruch für jedes Kind und jeden Jugendlichen. Nur so ist eine echte Wahlmöglichkeit für Familien gegeben und eine selbst bestimmte Familienplanung zu realisieren.
Die Förderung der Kinder mit Migrationshintergrund durch gezielte Sprachförderung ist dann bereits vor Schulbeginn möglich. Förderung der MigrantInnen durch Sprach- und Eingliederungskurse. Kulturelle Informationen als Unterstützung für alle, um das Verständnis der jeweiligen Kultur zu fördern.
Lebensgemeinschaften und gleichgeschlechtliche Ehen und Partnerschaften müssen, den Familien gleichgestellt werden.
Bei der Arbeitsmarktpolitik muss die Chancengleichheit für die Annahme einer leistungsgerechten bezahlten Arbeit durch diskriminierungsfreie Bewertung der Arbeit sichergestellt werden. Tarifverträge dürfen keine Diskriminierungsbestandteile enthalten. Die Vertragsparteien der jeweiligen Tarifverträge werden dazu angehalten, dieses um zusetzen. Begleitend durch die Forderung eines gesetzlichen Mindestlohnes. Einbeziehung der Betriebe in die Finanzierung in Form einer Abgabe oder eigener Kindergärten.
Eine Gesundheitspolitik die Vorsorgemaßnahmen fördert. Unterstützung für Forschung in der Heilkunde für Krankheiten von denen nur wenige Menschen betroffen sind, die wegen des geringen Bedarfs nicht erfolgen. Geschlechterbezogene Prüfung der Arzneimittel auf ihre Wirkung.
Beteiligung der Wirtschaft an den Bildungskosten. Wiedereinführung von mehr Bildungsurlaub für Berufstätige. Ein lebenslanges Lernen muss für alle möglich sein.
Wir wollen alle bei der Inanspruchnahme ihrer gesetzlichen Rechte unterstützen. Die Nicht-Inanspruchnahme von persönlichen Rechten führt oft dazu, dass sie wegfallen, weil angeblich kein Bedarf besteht. Dies konnte man im Saarland deutlich am Beispiel des Anspruch auf Bildungsurlaub erkennen. Da "angeblich" kein Bedarf bestünde, wurde er von fünf auf drei Tage gekürzt.
Wir fordern ein Gleichstellungsgesetz für alle als Weiterentwicklung des Grundgesetzes und das Verbandsklagerecht.

Gabriele Ungers, Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft LISA-Saar:
Telefon: 0160/8 13 61 25 oder 06897/76 60 46
E-Mail: lisa@dielinke-saar.de
Bundesweit im Internet: www.lisa-frauen.de