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8. April 2017

Zootiere sind kein Spielzeug - sie sind Lebewesen!

Laut Wikipedia dienen Zoos „der Bildung, Forschung, Erholung und dem Naturschutz, zum Beispiel durch Nachzucht seltener Tiere und deren Auswilderung“. Laut § 42 Bundesnaturschutzgesetz sind Zoos „dauerhafte Einrichtung, in der lebende Tiere wild lebender Arten zwecks Zurschaustellung während eines Zeitraumes von mindestens sieben Tagen im Jahr gehalten werden“; nicht als Zoo gelten gem. §42 (1)(2) Zirkusse und Tierhandlungen und es werden in §42 (3) sehr klare Auflagen an einen Zoo formuliert.

Wenn der Direktor des Hannover Zoos, Herr Andreas Casdorff, davon berichtet, dass vor drei Jahren die Elefantenshows abgeschafft wurden und das ein Training mit Elefantenhaken für die Herstellung einer ‚direkten‘ Mensch-Tier-Beziehung notwendig sei, dann muss die Erfüllung der rechtlichen Rahmenbedingungen durch diesen Zoo ernsthaft auf den Prüfstand. Die Umstellung auf den indirekten, artgerechten Kontakt – von den meisten Zoos schon umgesetzt - fordere größere Umbaumaßnahmen, so der Zoodirektor Casdorff. „Versucht der Direktor durch Investitionsversäumnisse der letzten Dekaden hier ernsthaft das Quälen und Traktieren der Elefanten für zirkusähnliche Kunststückchen zu rechtfertigen? Dann hat er weder die klaren Aufträge und Auflagen an einen Zoo und die simpelsten Tierschutzregelungen offensichtlich nicht verstanden oder meint sich nicht daran halten zu müssen.“, so die landespolitische Sprecherin für Tierschutz und Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Tierschutz, Andrea Neumann. Und weiter: „Sollten sich die hier vorgebrachten Vorwürfe von Peta und durch den Deutschen Tierschutzbund bewahrheiten, kann es nur zwei Konsequenzen geben: einmal die Entlassung des Direktors und zum anderen die zeitnahe Umsetzung aller notwendigen Baumaßnahmen. Es geht hier um das Wohl von Lebewesen.“