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26. März 2018

Nur Mut!

Jemand mag aus ethischer Überzeugung nicht nur den Kriegsdienst, sondern grundsätzlich jeden Dienst beim Militär verweigern, wie es beispielsweise die Zeugen Jehovas tun. Das ist in Ordnung, denn die würden ja auch nicht auf die Idee kommen, andere in den Krieg zu schicken. Der SPD Abgeordnete Niels Annen etwa verweigerte seinerzeit den Kriegsdienst. In Ordnung. Aber nun stimmte er zusammen mit über 400 anderen Abgeordneten für den Einsatz der Bundeswehr in z.B. Afghanistan, auf dass Deutschland am Hindukusch verteidigt werde. BRAVO ! Einfach toll, anderer Leute Kinder dorthin zu schicken, wo es sie Leib und Leben kosten könnte, obwohl man selbst – siehe oben. Der Abgeordnete ist angeblich nur seinem Gewissen verpflichtet, aber na ja, was geht mich mein Geschwätz von gestern an, Schwamm drüber. Es scheint tatsächlich >> der Krieg der anderen << zu sein, oder haben die über 450 Abgeordneten doch etwa Söhne und Töchter, die bei der Bundeswehr Dienst tun und womöglich an einem Auslandeinsatz beteiligt sind? Unser Beispielabgeordneter Annen beweist Mut, als er nun, wie er es nennt, ins Kriegsgebiet reiste. Schade, dass er und so viele andere bei der Abstimmung nicht den Mut hatte, dagegen zu sein. Aber das kann und muss noch kommen. Unser MdB Thomas Lutze hat wie immer gegen den Kriegseinsatz oder die Verlängerung desselben gestimmt. Ich hoffe, dass viele andere nachdenklich werden und den Mut finden.

Hans Kiechle, Vors. OV Saarwellingen