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12. Dezember 2018 Landesverband

Dagmar Ensch-Engel (MdL): Trauriger Jahrestag

Vor gut einem Jahr wurde das Krankenhaus Wadern geschlossen, seither haben sich alle Befürchtungen bewahrheitet. Die medizinische Versorgung im nördlichen Saarland ist alles andere als zufriedenstellend und die Aussichten auf Verbesserungen stehen schlecht. Am 12.12.2018 demonstrierte die Bürgerinitiative Nordsaarlandklinik vor dem Landtag und stellte die Gesundheitsministerin und die gewählten Abgeordneten zur Rede. Hierzu Dagmar Ensch- Engel (MdL, DIE LINKE.) und Kreisvorsitzende der DIE LINKE. Merzig-Wadern: „Ich habe volles Verständnis für die Sorgen meiner Mitbürger im Nordsaarland speziell der Waderner. Alle Bemühungen um eine gute ambulante Versorgung vor Ort, kann ein Krankenhaus nicht ersetzen.“.

Die Landesregierung stiehlt sich, aus Sicht der Politikerin ,aus der Verantwortung: „Sowohl die Landesregierung als auch der Kreis haben einen klaren Versorgungsauftrag, der entlang der Saarschiene und im Ballungsraum Saarbrücken auch funktioniert. Im Kreis Merzig- Wadern wird dieser Auftrag aber nicht umgesetzt.“

Indem jetzt die noch vorhandenen Krankenhausstandorte finanzielle Zuwendungen erhalten befürchtet Ensch-Engel eine Manifestierung der derzeitigen Situation in Wadern. „Offensichtlich hat man sich mit der endgültigen Schließung des Krankenhauses in Wadern abgefunden und versteckt sich hinter der Tatsache, dass ein Träger fehle.“

Die Landesregierung hat sich gegenüber dem alten Träger nicht durchsetzen können und überträgt die Aufgabe, einen neuen Betreiber zu finden der Bürgerinitiative. „Dieses Verhalten ist einfach nur lächerlich. Es ist die Aufgabe der Regierung die Rahmenbedingungen zum Weiterbetrieb eines Standortes in Wadern so attraktiv zu gestalten, dass mögliche Investoren eine Chance sehen.“ Die Linke im Kreis verurteilt es ohnehin, dass Krankenhäuser inzwischen nach wirtschaftlichen und nicht nach ethischen Aspekten Entscheidungen treffen.

„Gesundheit ist keine Ware, Gesundheitsversorgung gehört zur Daseinsfürsorge und muss flächendeckend im ganzen Saarland, für alle Bürger gleichermaßen gewährleistet sein. Deshalb fordern wir die Verantwortlichen auf endlich zu reagieren und nicht mehr weiterhin den Krankenhausträgern freie Hand zu lassen.“