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21. August 2013 Landesverband

Claudia Kohde-Kilsch: Zahlen zum Bedarf an Sozialwohnungen müssen endlich auf den Tisch

Claudia Kohde-Kilsch fordert eine detaillierte Analyse des Bedarfs an bezahlbarem Wohnraum im Saarland und speziell im Raum Saarbrücken. "Auf der einen Seite gibt es große Leerstände in öffentlich geförderten Wohnungen – so steht etwa jede fünfte Wohnung im Gebiet Folsterhöhe leer. Auf der anderen Seite besteht aber durchaus großer Bedarf an bezahlbarem Wohnraum“, so die Direktkandidatin der saarländischen LINKEN im Wahlkreis Saarbrücken. "Gerade viele Familien oder Alleinerziehende mit kleinerem Geldbeutel sind oft auf Sozialwohnungen angewiesen. Damit sie nicht alleine im Regen stehen, brauchen wir klare Zahlen, wie viel Sozialwohnungen wo fehlen. Und auch der Bund muss endlich richtig in die Tasche greifen und den Ländern jährlich einen Zuschuss für die Wohnraumförderung zahlen, damit der soziale Wohnungsbau gestärkt werden kann. Wir brauchen außerdem einen Rekommunalisierungsfonds als Bundesprogramm, damit die Gemeinden ehemals privatisierte Wohnungsbestände wieder zurückkaufen können. Und das Recht auf Wohnen muss im Grundgesetz verankert werden.“


Kohde-Kilsch begrüßt es ausdrücklich, dass der Saarbrücker Stadtrat mit seiner rot-rot-grünen Ratsmehrheit jetzt ein Sanierungsprogramm für die Folsterhöhe beschlossen hat. "Das ist ein Fortschritt, und es war dringend nötig. Aber gerade so hoch verschuldete Kommunen wie Saarbrücken dürfen mit dem Bau und der Sanierung von Sozialwohnungen nicht allein gelassen werden. Die Menschen, die auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen sind, dürfen nicht unter Kompetenz-Streitigkeiten zwischen Bund, Land und Kommunen leiden. Ihnen muss jetzt geholfen werden. Dafür braucht es zuallererst eine klare Bedarfsanalyse, dann ein schlüssiges Konzept mit einer ausreichenden Finanzierung. In einem so reichen Land wie Deutschland darf menschenwürdiger Wohnraum kein unerschwinglicher Luxus sein."