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23. August 2013 Landesverband

Claudia Kohde-Kilsch: Ein landesweites Nachwuchs-Sport-Leistungszentrum für Saarbrücken

Claudia Kohde-Kilsch schlägt ein landesweites Nachwuchs-Sport-Leistungszentrum in Saarbrücken vor. Junge Menschen aus der ganzen Region, mit Begabungen in den verschiedensten Sportarten, sollten die Chance bekommen, professionelles Training und schulische Ausbildung miteinander zu verbinden. "Es ist richtig gut, dass der 1. FC Saarbrücken selbst in die Jugendförderung investiert und ein Jugend-Leistungszentrum aufbaut. Auch die Zusammenarbeit zwischen Verein und der Eliteschule des Sports am Rotenbühl ist wirklich vorbildlich. Denn es ist ganz wichtig, dass für Nachwuchssportler Training und Schule so aufeinander abgestimmt sind, dass keins von beidem leidet. Ich weiß aus meiner eigenen Jugend, wie schwer es ist, dies unter einen Hut zu bekommen. Wer etwa 20 bis 30 Stunden in der Woche trainieren muss und einen guten Schulabschluss erreichen will -  gerade noch in Zeiten von G8 – der braucht ein gut abgestimmtes System, in dem Trainingspläne und Stundenpläne aufeinander abgestimmt sind. Und leider gehen uns viele Talente verloren, weil Sport und Schule in Deutschland leider immer noch schwer vereinbar sind und sich hoffnungsvolle Talente dann verständlicherweise doch lieber ganz auf die Schule konzentrieren. Deshalb ist die Initiative des FCS so wichtig. Ich finde aber, dass wir im Saarland auch für andere Sportarten und für andere Vereine eine solche Nachwuchsförderung mit professionellem Trainingszentrum in Zusammenarbeit mit professioneller Schule brauchen. Es ist ja schön und gut, wenn die DFL ihre Tresore öffnet, sobald ein Verein in die zweite Liga aufsteigt. Aber wenn man den Nachwuchs ernsthaft fördern will, wie es etwa in den USA getan wird, dann braucht man in allen Regionen Deutschlands professionelle Leistungszentren. Da darf das Saarland nicht außen vor bleiben, nur weil der Tabellenstand der ersten Mannschaften unserer Saar-Vereine nicht passt. Dafür sollte sich auch der Bund einsetzen: In allen Bundesländern Profi-Nachwuchs-Leistungszentren als Kombination aus Sport-Internat und Trainingszentrum. Und sowohl der DFB, als einer der reichsten Sportverbände der Welt, wie Deutscher Handball Bund und andere Sportverbände sollten sich an der Finanzierung beteiligen. Denn wenn wir auch künftig erfolgreiche Spitzensportler haben wollen, brauchen wir auch guten Sport-Nachwuchs.“