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3. April 2008

Stadtwerke Saarbrücken

Mit Respekt reagiert der Landesvorsitzende der LINKEN, Rolf Linsler, auf die Darlegungen führender VVS-Verantwortlicher, dass der Teilverkauf der Stadtwerke, wie der Verkauf des Kraftwerks Römerbrücke und die Privatisierung der Vermarktung von Strom, Gas und Wasser ein „strategischer Fehler" gewesen sei. Nun müssten aber die richtigen Schlussfolgerungen gezogen werden. 

„Es ist heutzutage alles andere als selbstverständlich, wenn Entscheidungsträger Fehler eingestehen, auch wenn sie - wie im Saarbrücker Fall - nicht persönlich verantwortlich sind.", so Linsler.  „Die VVS muss alle Varianten prüfen, den bereits privatisierten Anteil zurück zu bekommen." Außerdem gäbe es nach Auffassung der LINKEN andere Möglichkeiten in den Energieerzeugungsmarkt einzusteigen. Gerade kleinteilige Anlagen mit hohem Wirkungsgrad und Kraft-Wärme-Kopplung haben Zukunft, auch in finanzieller Hinsicht.

Klar sei für die LINKE dennoch, dass sie sich mit aller Entschlossenheit gegen die weitere Privatisierung öffentlichen Eigentums engagieren wird.

Dazu führt die Partei derzeit Gespräche mit Gewerkschaften, Kirchen und Vereinen, um ein Bürgerbegehren in die Wege zu leiten. „Die Menschen in Saarbrücken haben ein Recht darauf mit zu entscheiden, was mit ihren Eigentum geschieht", so Linsler. „Es ist ein Unding, wenn solche einschneidende Maßnahmen vom Saarbrücker Stadtrat allein entschieden werden und dieser Stadtrat im kommenden Jahr vollkommen anders besetzt sein wird."