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23. November 2011 Landesverband

Barbara Spaniol: Anreize statt Abschreckung - Gehaltskürzungen für alle Junglehrer zurücknehmen

Die bildungspolitische Sprecherin der saarländischen LINKEN, Barbara Spaniol, begrüßt die geplante Rücknahme der Senkung der Eingangsbesoldung für Junglehrer an beruflichen Schulen. "Jamaika hat also endlich gemerkt, dass diese Absenkung ein politischer Kardinalfehler war. Ein Fehler, vor dem wir LINKE und auch die Lehrerverbände frühzeitig gewarnt haben. Es war von vorneherein klar, dass mit dieser Sparmaßnahme das Saarland nicht nur für Familien sondern auch für junge Lehrerinnen und Lehrer bildungspolitisch immer unattraktiver wird. Der Einspareffekt dieser Maßnahme ist nichts gegen den verheerenden Abwanderungseffekt."

Damit treibe man den Lehrernachwuchs geradezu aus dem Land, obwohl die saarländischen Schulen mehr denn je darauf angewiesen seien. "Das Land braucht dringend mehr Lehrkräfte auf festen Planstellen. Anreize statt Abschreckung sollte die Devise lauten. Deshalb darf die Landesregierung jetzt auch nicht auf halbem Wege stehen bleiben. Wenn sie endlich merkt, dass das Kürzen der Besoldung falsch war, dann war es für alle Junglehrer an allen Schulen falsch. Es dürfen nicht Berufsschul-Lehrer gegen Lehrer an Grund-, Gemeinschaftsschulen und Gymnasien ausgespielt werden. Für alle muss Besoldungsgerechtigkeit herrschen. Und selbstverständlich müssen jetzt auch die Berufsschullehrer regulär entlohnt werden, die schon im Dienst sind und mit dem abgespeckten Eingangssold eingestellt worden waren."