Ab 1. Dezember darf es in saarländischen Kneipen keine Raucherräume mehr geben, alle Übergangs-Ausnahmeregelungen für das verschärfte Rauchverbot treten außer Kraft. Dazu erklärt der Landesvorsitzende der saarländischen LINKEN, Rolf Linsler: "Jetzt können die Saarländerinnen und Saarländer sehen, wohin grüner ideologischer Eifer führt: Das selbstverständliche Miteinander von Rauchern und Nichtrauchern ist vorbei. In saarländischen Kneipen herrscht ein rigoroses Rauchverbot ohne jede Ausnahme. Die Folgen sind jetzt schon spürbar: Gäste bleiben aus, Kneipenwirte müssen um ihre Existenz bangen. Und weil Raucher strikt vor die Tür verbannt werden, leiden jetzt Anwohner unter Lärm und Müll, weil die Raucher sich vor den Kneipentüren und damit unter ihren Fenstern sammeln. Das hat mit einem vernünftigen Schutz von Nichtrauchern mit Augenmaß nichts zu tun. Denn Nichtraucher würden auch vom Qualm geschützt, wenn es eigene abgetrennte und gut belüftete Raucherräume in den Kneipen gehen würde. Und wenn kleinere Kneipen selbst entscheiden dürfen ob geraucht werden darf, oder nicht. Hier geht es also nicht um Schutz, hier geht es um puren grünen Anti-Raucher-Wahn. Dass ausgerechnet der FDP-Gesundheitsminister Weisweiler dieses strengste Rauchverbot der Republik jetzt überwachen muss, ist schon kurios. Immerhin haben die Liberalen im Wahlkampf noch versprochen, dass Wirte selbst entscheiden dürfen, ob bei ihnen geraucht werden darf, oder nicht."
Linsler erinnert auch daran, dass nach Umfragen mehr als die Hälfte der Saarländerinnen und Saarländer diese Verschärfung des Rauchverbots ablehnt. "Mich haben auch Menschen angesprochen, die gesagt haben, sie kämen sich vor wie in einem Überwachungsstaat. Dabei hätte man im guten saarländischen Sinne auch einmal fünfe gerade sein lassen können", so Linsler abschließend.