Der Landesvorsitzende der saarländischen LINKEN, Rolf Linsler, ruft dazu auf, im neuen Jahr die ärmeren und benachteiligten Menschen nicht zu vergessen. "Der Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes hat uns erst vor ein paar Tagen wieder gezeigt, dass Armut im Saarland keineswegs ein Randphänomen darstellt. 9,7 Prozent der Saarländerinnen und Saarländer müssen mit Hartz IV leben, insgesamt sind 14,3 Prozent von Armut betroffen, darunter auch unzählige Kinder. Diese Zahlen sollten auch den letzten Jamaikaner aufrütteln. Wir sehen wieder einmal: Selbst wenn die Wirtschaft brummt, klingelt es nur in den Kassen der Unternehmer und Besserverdienenden – und die Zahl der Armen nimmt kaum ab." Linsler nsler fordert deshalb von der Landesregierung ein Aktionsprogramm zur Bekämpfung der Armut. "Die Regierung muss endlich darlegen, wie sie neue, zukunftssichere Jobs ins Land holen will. Wir brauchen auch einen öffentlich geförderten Beschäftigungssektor. Jamaika muss sich auf Bundesebene außerdem endlich für mehr Steuergerechtigkeit und eine Wiedereinführung der Vermögenssteuer/Reichensteuer einsetzen, damit Programme gegen die Armut finanziert werden können.“ Linsler fordert zurdem einen Total-Umbau der Hartz-IV-Regelungen, einen Regelsatz von 500 Euro und einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn.