Die Saar-Linke sieht die Schuld beim Scheitern des Gondwana-Parks eindeutig bei der Landesregierung. Denn die habe wieder einmal schlecht verhandelt. "Peter Müller und seine Regierung haben schon zu viele Verhandlungen in den Sand gesetzt", sagt der Landesvorsitzende Rolf Linsler. "Sei es beim übereilten Ausstieg aus dem Bergbau, der Schuldenbremse oder eben bei der Investition in Reden. Ein Vertrag, der derart zulasten der Steuerzahler geht, ist ein Skandal und muss personelle Konsequenzen haben." Linsler fordert, dass jetzt genau geklärt wird, wie es dazu kommen konnte: "Wenn jetzt ein weiterer Untersuchungsausschuss eingerichtet werden sollte, wäre das nur konsequent und richtig."
Dass der Investor den Gondwana-Park jetzt schließen will, sei für einen privaten Unternehmer eine logische, betriebswirtschaftliche Entscheidung. Denn sein eigentliches Geschäft sei ja nie der Park gewesen, sondern das ehemalige Grubengelände, auf dem er steht. "Das Land zahlt 25 Jahre lang insgesamt 44 Millionen Euro Miete für ein Gelände, das ihm ursprünglich selbst gehört hat und in das ein Unternehmer gerade einmal 10 Millionen Euro investiert hat. Das ist doch schon fast ein schlechter Witz." Linsler erinnert daran, dass die Linke schon seit langem die Finanzierung des Gondwana-Parks kritisiert und dass auch der Bund der Steuerzahler das Projekt bereits im vergangenen Oktober in sein "Schwarzbuch" aufgenommen hatte. "Der Investor hat das Gelände praktisch geschenkt bekommen, kann jetzt den Laden dicht machen und trotzdem kassieren", so Linsler.
Die Saar-Linke stellt sich auch demonstrativ hinter den Landesrechnungshof: "Die Landesregierung will offenbar jeden abstrafen, der es wagt, Kritik zu üben, auch wenn es sich dabei um eine anerkannte, übergeordnete Behörde handelt", erklärt Linsler. Es sei ein schlechter Stil, wenn der Chef der Staatskanzlei, Karl Rauber, diese Behörde jetzt öffentlich beschimpfe. "Damit will die Regierung nur davon ablenken, dass ihr völliges Versagen jetzt offensichtlich geworden ist."
Der Vorsitzende der Saar-Linken fordert jetzt ein neues Konzept für den Standort Landsweiler-Reden. "Wir brauchen dort Firmen, die wirklich für neue Arbeitsplätze sorgen.